Pauschalierung für Kleinunternehmer gem. §17 Abs. 3a EStG

Ab der Veranlagung 2020 gibt es im §17 (3a) EStG eine weitere Möglichkeit der pauschalen Gewinnermittlung, die sogenannte „Pauschalierung für Kleinunternehmer“. Es gibt folgende Voraussetzungen:

  • Der Steuerpflichtige erzielt Einkünfte aus selbständiger Arbeit gem. § 22 EStG oder aus Gewerbebetrieb gem. § 23 EStG und ermittelt seinen Gewinn durch Einnahmen-/Ausgabenrechnung gem. § 4 (3) EStG.

Nicht zulässig ist die Pauschalierung bei Einkünften aus einer Tätigkeit als wesentlich beteiligter Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften oder bei einer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied oder als Stiftungsvorstand.

  • Die Summe der im Veranlagungsjahr aus allen gem. Punkt 1 pauschalierungsfähigen Betrieben erzielten Umsätzen betragen nicht mehr als EUR 35.000,00 (einmalige Toleranzgrenze EUR 40.000,00)

Die pauschalen Betriebsausgaben betragen 45% der Betriebseinnahmen aus Umsätzen (bzw. 20 Prozent bei einem Dienstleistungsbetrieb). Neben den pauschalen Betriebsausgaben können nur noch bestimmte Beiträge zur Pflichtversicherungsbeiträge berücksichtigt werden.

Die Kleinunternehmerpauschalierung ist grundsätzlich auch für Mitunternehmerschaften anwendbar.